Literatur in Winterthur

«Valentin las auch deshalb so gern, weil er fest daran glaubte, dass man durch nichts auf der Welt so viele Leben neben- und nacheinander leben konnte wie durch das Lesen.»


Rafik Schami, Reise zwischen Nacht und Morgen

Aktuelle Veranstaltungen
Filmvorführung «Ex Libris»

In Zusammenarbeit mit dem Kino Cameo

Frederick Wiseman, der Doyen des beobachtenden Dokumentarfilms, blickt in seinem neusten Werk hinter die Kulisse einer der grössten Bibliotheken der Welt, der New York Public Library. Weit mehr als ein Ort der Bücher: Als Institution der sozialen und kulturellen Begegnung laufen hier die verschiedensten gesellschaftlichen Stränge zusammen, auch lässt Wiseman Persönlichkeiten aus Kultur und Politik über Bücher und die Welt philosophieren. Eine hoch inspirierende Ode an die universelle Kraft des Wissens und der Bildung.

 

Weitere Spieltermine: Freitag, 23. Februar, 17.00 Uhr; Sonntag, 25. Februar, 11.00 Uhr; Dienstag, 27. Februar, 17.00 Uhr

15.02.18, 19.00 Uhr

Kino Cameo, Lagerplatz 19
Eintritt: 16.– / 13.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei

Arno Camenisch — «Der letzte Schnee»

Eingeführt von Barbara Tribelhorn

Hinweis: Aufgrund der grossen Nachfrage können für diese Lesung keine Reservationen mehr entgegen genommen werden. Danke für Ihr Verständnis.

 

Der Bündner Autor und Performer Arno Camenisch liest aus seinem neuesten Roman Der letzte Schnee — ein frisches, witziges und berührendes Buch über das Ende und das Verschwinden. Und mit der gleichen Originalität, mit der Camenisch seine Wort- und Bildersprache kreiert, trägt er auch seine Texte vor – in seinem unvergleichlichen, melancholisch-humorvollen «Camenisch-Sound».

 

Seine Lesungen sind Kult, unvergleichlich lustig und packend. Er tourt unermüdlich durch die Welt mit seinen Werken, für seine Bündner Trilogie wurde er in Holland 2015 für den Europäischen Literaturpreis nominiert.

26.02.18, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt: 20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei

Mirko Bonné — «Lichter als der Tag»

Eingeführt von Evelyn Schertler Kaufmann

Dieser dramatische Roman überträgt die Wahlverwandtschaften in die heutige Moderne. Er fragt nach Gründen von Entfremdung und zeichnet das Portrait eines Unglücklichen, der «sein altes Leben in Trümmern legt, die Fesseln seiner bürgerlichen Existenz abstreift und sich von der Kunst (ein Gemälde von Camille Corot) retten lässt». Die Protagonisten sind Raimund, Moritz und Floriane, die als Kinder einen wilden Garten zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. Inger, die Tochter eines dänischen Künstlers, durchbricht die Szenerie und löst eine (schicksalshafte) Paarbildung aus, die 15 Jahre später in der Trostlosigkeit unerfüllter Liebeswünsche Raimunds mündet. In formidablem, ästhetischem Pathos werden hier die Paradoxien sehnsuchtsvollen Begehrens mit der Poetik der Landschaftsmalerei verbunden und die Utopie der Liebe in einem radikalen Neuanfang gefeiert.

 

Mirko Bonné, geb. 1965, lebt in Hamburg. Er veröffentlichte je 5 Romane und Gedichtbände. Neben Übersetzungen schrieb er Aufsätze und Reisejournale. Für sein Werk wurde Bonné vielfach ausgezeichnet: Prix Relay du Roman d’Evasion 2008, Marie Luise Kaschnitz-Preis 2010, Rainer-Malkowski-Preis 2014. Sein Roman Nie mehr Nacht stand 2013 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis.

19.03.18, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt: 20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei