Eingeführt von Ruth Loosli
Die Dichterin und Übersetzerin Ilma Rakusa stellt sich in ihrem neuen Buch «Wo bleibt das Licht» den drängenden Fragen unserer Zeit. In Tagebuchprosa, Gedichten, Mono- logen und Dialogen erkundet sie mehr als zweieinhalb Jahre lang – beginnend im Sommer 2022 – ihr Inneres im Spiegel des Aussen. Mit Erschütterung blickt sie auf die Krisenherde der Welt, hadert und zweifelt und findet doch immer wieder eine Lücke zur Hoffnung, insbesondere im Kontakt mit ihren Enkelkindern. Da erlaubt sie sich, ganz im gegenwärtigen Moment zu sein, zu staunen über die lebendige Fantasie der Kinder; sich darin wiederzuerkennen. Glück ist ihr ebenso wenig ein Fremdwort wie Menschlichkeit, an die sie appelliert. Sie prangert Ungerechtigkeit und Despotismus an, berichtet voller Empathie vom Alltag notleidender Menschen. Die Autorin führt uns durch die komplexe Gegenwart mit ihrer leisen, eindringlichen Sprache, die wir auch von ihren Gedichten her kennen.
Ilma Rakusa, 1946 in der Slowakei geboren, lebt heute in Zürich. Sie studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Sie arbeitet als Übersetzerin, Schriftstellerin und Publizistin und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Berliner Literaturpreis (2017), dem Kleist-Preis (2019) und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis (2025).
17.02.2026
19.30 Uhr
Coalmine Café, Turnerstrasse 1, 8401 Winterthur
Tickets CHF 20.- / CHF 10.- mit Legi oder Kultur-Legi / gratis für Mitglieder